Reisetagebuch: Interrail Italien 2022

Vorbereitungen

Die Vorbereitungen habe ich euch in einem gesonderten Beitrag zusammengeschrieben. Wieder mal auch für mich, damit ich alle Links an einem Fleck habe.

Hier geht es zum Beitrag darüber: Vorbereitungen Interrail Italien

In Italien

Das Video in dem ich von meiner Reise erzähle
Playlist mit allen Shorts von der Reise

Tag 1: 11. März

Wir sind gerade beim letzten Vorbereitungen treffen, bevor es dann losgeht. Rucksack fertig packen, Müll rausbringen, Wohnung dicht machen. Und dann geht es bereits los.

Immer wenn ich mir denke, jetzt könnte ich ein paar Zeilen schreiben, befinden wir uns in einem Tunnel. Wir sind fast in Florenz angekommen. Die Stunde Aufenthalt in Bozen sind wir bereits durch die Straßen geschlendert und haben fröhlich Leute einen Aperol auf der Terrasse trinken sehen. Genau deshalb wollte ich her, es ist einfach ein anderes Leben wie bei uns. Fast schon wie in Spanien, aber halt auf Italienisch.

Ich dachte mir wir könnten, sobald wir ankommen, durch die Stadt spazieren nach dem Einchecken im Hotel. Aber ich glaub eher, dass es für uns schon Zeit wird zu schlafen. Wir werden wohl eher um 6 Uhr in der Früh durch die Stadt schlendern. Ob wir uns in dieser Woche irgendwann an den italienischen Rhythmus anpassen? Vielleicht spätestens, wenn wir nichts zu essen bekommen vor 20 Uhr 😂

Tag 2: 12. März

Nachdem wir gestern im Hostel angekommen sind, gings eigentlich direkt ins Bett. Nach Amsterdam sind wir ein bisschen verwöhnt vom Hotel. Es ist einfach mega, wenn man eine Kaffeemaschine im Zimmer hat und gemütlich seinen Kaffee trinken kann, bevor man das Haus verlässt. Speziell, wenn Cafés erst später aufmachen, am Wochenende.

Unser Plan für heute ist durch die Stadt zu spazieren und diese zu erkunden. Vielleicht sehen wir uns auch den Dom an, aber das wissen wir noch nicht so genau.

Sobald ein Café offen hat, gibt es auf jeden Fall „duo café americano“ und das „en la barra“. Darauf freu ich mich schon. Und auf das Essen, den gestern sind wir ohne Abendessen schlafen. Und ich hab jetzt um 6 Uhr in der Früh schon hunger!

Florenz von oben
Florenz von oben

Wir sind eigentlich den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen. Dadurch das wir schon so früh aufgestanden sind waren wir auch vermutlich die ersten bei allen wichtigen Monumente in Florenz.

Krasser Kontrast zu den Straßen von Florenz, Stunden später. Waren wir um 7 Uhr in der Früh nur gemeinsam mit dem Straßenreiniger unterwegs, so war es um Mittwoch Millionen von Touristen.

33655 Schritte habe ich gesamt gemacht, mehr als bei einer Ganztagswanderung. Dementsprechend haben uns am Abend auch die Füße weh getan.

Das Abendessen haben wir etwas verkackt, den die Pizza war nicht gerade, die beste die ich jemals gegessen habe. Eher muss ich gestehen, dass jede Pizza, die ich in Innsbruck.

Sonntag: 13 März

Der Tag startete nicht so toll, den um 4 Uhr früh kamen unsere Zimmernachbarn zurück. Sie sind Italiener, zwei Jungs und ein Mädel. Ich tippe auf um die 20 Jahre alt. Und betrunken, mit null Verständnis für andere. Eine Stunde lang schrien, tanzten, zerstörten sie das Zimmer (zumindest hörte sich das so an). Es ist wohl nun offiziell, und nicht nur, weil es mein Geburtstag ist, ich bin mit 30 zu alt für ein Hostel.

Wir schliefen heute dafür länger, auch weil ich wusste, dass wir in Rom zu meinem Geburtstag essen gehen wollen. Und die Römer gehen nun mal nicht um 6 Uhr Essen, sondern erst um 20 Uhr, und da machen dann die Restaurants auch auf.

Um 8 sind wir direkt ausgecheckt und haben uns wieder auf den Weg gemacht durch Florenz zu spazieren. Einen Kaffee um 1 € an der Theke gab es gleich am Anfang. Das ist schon der Wahnsinn um diesen Preis einen Kaffee zu bekommen, am Automaten im Hostel kostete er 90 Cent. Also nur 10 Cent mehr und du bekommst in Italien einen richtig geilen Kaffee.

Auch um diese Zeit traf man nicht allzu viele Touristen. Wir spazierten gemütlich durch die Stadt, bis zu meinem neuen Lieblingskaffee vom Tag zuvor. Tranken noch einen Kaffee, aßen ein Crossiont mit Pistazienfüllung und schlenderten weiter durch die Stadt.

Zwischendurch holten wir uns etwas zum Essen, dort noch einen Kaffee, hier ein Eis. Und um 14:15 hätte unser Zug nach Rom gehen sollen. Der hatte aber 30 Minuten Verspätung. Nicht gerade das, was ich an meinem Geburtstag wollte, aber eigentlich war es im Endeffekt gar nicht so schlimm.

Zugfahren ist einfach angenehm, immer wenn nicht irgendwer meint er muss alle mit einem Telefonat unterhalten. Von Bozen nach Florenz waren es zwei Italiener, die geschlagene 2h durchtelefonierten. Dieses Mal eine Amerikanerin, die es aber nur 1/2h durchhielt (wer weiß, wann sie angefangen hat, vielleicht waren es auch 3h).

IN Rom haben wir uns ein Airbnb geholt. Ein kleines süßes Appartment nur 10-15 Minuten vom Kolosseum entfernt. Ich bin begeistert vom Appartment. Außer die Federbettdecke, da wäre mir dann doch eine normale lieber gewesen. Wer hat heutzutage noch Federbetten?

Wir waren auch gleich einkaufen und was für ein Kontrast zu dem, was man in Florenz bekommt. In Florenz waren wir bestürzt, essen die Italiener nicht gutes zeug? Fisch? Fleisch? Pasta? Hier in Rom sieht das ganz anders aus, Fleisch und Fischtheken, Abteilungen mit Mozzarella di Buffalo, frisch zubereitete Pasta, … Alles was das Herz begehrt. Alvaro hat schon um die 10 Gerichte im Kopf, die er gerne kochen würde. Habe ich auch kein Problem damit, von ihm bekocht zu werden.

Anlässlich meines Geburtstages waren wir dann noch in einem Restaurant essen. Wir haben uns ziemlich durch die Karte probiert, Pizza, Nudeln, Fleisch und natürlich eine Nachspeise. Alles aber geteilt, sonst wären wir wohl eher zurückgerollt.

Das Kolosseum haben wir auch schon bei Nacht gesehen. Und Morgen gehts dann daran die Stadt zu erkunden bevor wir uns in die römische Geschichte des Kolosseum und Forum Romanum stürzen.

Montag: 14. März

Wir haben uns dafür entschieden doch nicht das Kolosseum und Forum Romanum heute schon zu machen, sondern erst einmal die Stadt etwas zufuß zu entdecken.

Wir starteten gleich in der Früh um 7:30 (ziemlich spät) zum Kolosseum um schöne Fotos zu machen bevor alle Leute dort sind. Das hat sich auch wirklich ausgezahlt, wir waren nämlich praktisch alleine.

Kolosseum ganz für uns alleine

Danach ging es weiter zum Trevi-Brunnen, da waren allerdings schon ziemlich viele am Fotos machen, und vor allem schien die Sonne bereits direkt auf den weißen Marmor. Nicht ganz so ideal.

Trevi Brunnen

Dann ging es weitere zum Pantheon. Wir gingen auch gleich hinein und sahen es uns von Innen an. Es gab bereits um 15 vor 9 eine lange Schlange, die ich ehrlich gesagt nicht verstehe. Denn danach um 9:15 gab es keine mehr. Manche Leute stehen einfach gern Schlange.

Pantheon mit Schlange bevor es aufmacht

Von dort ging es dann über den Piazza Navona bis zum Castel Sant Angelo und von dort in den Vatikanstaat. Wir haben kurz überlegt uns die Basilika San Pietro zusehen, aber die Schlange war uns dann doch zu viel, und wir waren bereits ziemlich müde nach der ganzen Route. Obwohl es erst 10 Uhr war.

Vatikan von weiter weg
Basilika San Pietro

Nach einem Kaffee zu Stärkung verliefen wir uns mal dort auf der anderen Seite des Tibers. Irgendwann fanden wir dann einen riesigen Park, Villa Doria Pamphilj. Der perfekte Ort zum Mittagessen und etwas in der Sonne liegen.

Zurück liefen wir dann über das Viertel Trastevere, wo eine kurze Aperol Spritz Pause nötig war, und den Piazza Venezia. Um ca. 4 Uhr waren wir im Appartment und richtig erschöpft. Gut, dass wir nur noch einkaufen mussten und dann sowieso zu Hause blieben um zu kochen und den Tag ausklingen zu lassen.

An diesem Tag machte ich 29773 Schritte. Ganz schön viel, so taten mir auch die Füße weh.

Dienstag: 15. März

Endlich war es so weit, wir legten einen ganzen Tag für das Kolosseum und Forum Romanum ein. Wer beides in Ruhe machen will und vielleicht nicht schon mit dem ersten Eintritt um 9 Uhr startet, sollte dies auf zwei Tage legen.

Bevor wir um 9:15 unseren Eintritt im Kolosseum hatten, starteten wir dem Trevi-Brunnen einen Besuch um eine Stunde früher ab. Wir waren immer noch fast zu spät, aber zumindest schon besser dran als am Vortag. Von dort gingen wir wieder zurück zum Appartement, da wir viel zu früh dran waren für das Kolosseum. Sehr toll, vor 8 Uhr in der Früh haben wir bereits einen Spaziergang von einer Stunde eingelegt. Schon komisch wie man die Relation zu Distanzen verliert in größeren Städten.

Trevi Brunnen bevor die Sonne aufging

Im Kolosseum waren wir dann fast 2h. Man konnte es natürlich auch schneller durchlaufen, aber da meine absoluten Highlights in Rom das Kolosseum und das Forum Romanum sind hab ich mir besonders Zeit gelassen alles zu genießen.

Kolosseum von Innen

Danach ging es direkt zum Forum Romanum weiter, wo wir mit dem Palatin starteten und uns dann erst an das tatsächliche Forum Romanum machten. Bis 16 Uhr waren wir im Forum unterwegs. Alvaro hat das nicht so ganz erwartet, mir war’s aus meinen letzten Besuchen bereits bewusst, dass ich hier einen ganzen Tag ohne Probleme verbringen kann. Das Forum ist einfach riesig, und noch dazu glaube ich das es seit meinem letzten Besuch 2016 erweitert wurde, viele Orte kannte ich nämlich gar nicht.

Forum Romanum von Palatin aus

Viel mehr stand an diesem Tag auch nicht mehr an. Von dort ging es direkt nach Hause, Abendessen kochen, duschen und die schmerzenden Füße hochlegen.

Mittwoch: 16. März

Heute sind wir noch früher außer Haus, nämlich noch vor dem Frühstück. Ein schneller Kaffee und es ging schon los. Wir waren um 6:20 am Trevi-Brunnen. Selbst um diese Uhrzeit waren wir nicht die Einzigen, scheinen mehr Leute auf die Idee zu kommen den Trevi-Brunnen früh zu sehen.

Weil wir gerade so drinnen waren sind wir gleich noch zur Spanischen Treppe, die ist nämlich nur 8 Minuten weg.

Piazza Popolo

Dann weiter zum Piazza del Popolo und haben richtig schöne Fotos von der Aussichtsplattform dort gemacht, mit der aufgehenden Sonne.

Weiter gings in den Park, um den Temple of Asclepius zu sehen. Und von dort ging es wieder zurück nach Hause, mit kurzem Stopp zum Einkaufen für das Frühstück.

Um genau 8:05 waren wir beim Supermarkt um die Ecke, der gerade erst aufmachte. Es war einfach 8:15 als wir wieder daheim waren und wir hatten schon 4 wichtige Punkte in Rom besichtigt, fast 14000 Schritte gemacht, und 50 % von meiner Tagesplanung erledigt.

Temple of Asclepius

Nach einem leckeren Frühstück, etwas entspannen und lesen, ein bisschen in meinem Blog schreiben, ging es wieder weiter um ca. 11:30. Wir besuchten einen lokalen Markt hier in der Nähe, der genial war. So viel Fisch, Fleisch und Gemüse hab ich noch nie gesehen. Und alles sah einfach nur wahnsinnig gut aus. Wir waren vielleicht auch die einzigen Touristen dort, der Rest Einheimische die ihren Wochenkauf machten.

Weiter ging es zum Termini, hier gibt es den Mercado Central. Gleich vorweg, er ist keine Reise bis zu Termini wert! Derselbe steht in Florenz, allerdings 3-mal so groß und nicht nur auf schnell schnell, weil alle zu Zug müssen.

Roman Thermal Baths Caracalla

Von dort ging es zu den Thermal Baths Caracalla. Die Anlage ist nicht allzu groß, aber schön und ruhig. Wenige Touristen scheinen sich hier her zu verlaufen. Umso angenehmer war der Aufenthalt dort.

Von dort drehten wir eine Runde zu einer Pyramide, die sich mitten in Rom befindet. Weiter zum Hippen viertel Trastevere. Dieses Viertel ist richtig schön und hat viel Leben. Ideal zum etwas Essen, Trinken oder einfach nur herumspazieren.

Über den Circus Maximus ging es dann wieder zurück nach Hause. Damit war unser letzter Tag in Rom komplett. Insgesamt war es der Tag, an dem wir am meisten Schritte gemacht haben. Als wir schlafen gingen, zeigte meine Uhr 35733 Schritte an. Das werden wir vermutlich so schnell nicht mehr Topen.

Circus Maximus

Donnerstag: 17. Marz

Heute starten wir bereits um 7:26 mit dem Zug nach Napoli. 2 h brauchen wir ca. bis wir dort sind, und dann haben wir noch 1 1/2 Stunden bis wir in unser Apartment kommen.

Aber das sollte kein Problem sein, das Appartment liegt 40 Minuten vom Bahnhof, und so machen wir einfach einen kleinen Umweg, um nach 1 1/2 h dort anzukommen.

In Florenz sind wir einen ganzen halben Tag mit Rucksack herumgelaufen. Und es war kein Problem. Das ist das feine, wenn man NICHT mit Koffer reist. Ich verstehe die Leute sowieso nicht, die ihren Koffer durch die alten Gassen von Rom ziehen, steinerner Boden, an dem man eigentlich nicht viel rollen kann, sondern mehr ziehen muss. Warum haben die Leute nicht einfach alle einen Rucksack, der angenehm am Rucken liegt?

Napoli von oben

Napoli, Napoli, Napoli… Eine besondere Stadt. Eine Stadt, der man beim Zerfall zusehen kann. Eine Stadt mit viel Geschichte und Kultur, die einen traurig macht, weil man aus ihr soviel machen könnte. Aber nichts wird gemacht und sie zerfällt, und das an allen Ecken.

Ganz ehrlich, ich würde keinem Empfehlen hier herzukommen, und ich werde meine Interrail Routen anpassen, sobald ich zurück bin und einen Computer habe. Die Stadt ist mega dreckig, komplett überfüllt, laut, ich hab dauernd Angst um meine Sachen und wir trauen uns nicht mal mit den Kameras aus dem Apartment.

Es kommt natürlich auch dazu, dass unser Apartment in einem der Armenviertel liegt, direkt neben dem historischen Zentrum, welches selbst ein Armenviertel ist. Es hilft hier vielleicht wirklich vor der Reise und der Auswahl des Hotels den Wikipedia Eintrag zu lesen.

Ich habe schon viele Armenviertel gesehen, bin durch arme Länder gereist. Aber so etwas in Europa hab ich mir ehrlich gesagt nicht erwartet. Aber es sind viele Touristen hier, ich versteh nur nicht wieso? Hatten sie auch eine bessere Vorstellung von der Stadt wie wir?

Ich hab gerade nachgeschaut, ich hab nicht einmal Fotos vom Zustand der Stadt, weil ich in diesen Gassen mein Handy nicht aus der Tasche holen möchte. Vielleicht schaf ich es heute noch irgendwann.

Woher Napoli seinen Ruf als beste Pizza Italiens hat, weiß ich auch nicht ganz. Es ist nämlich gar nicht so einfach, hier eine Pizzeria zu finden. Wir hatten eine super leckere Pizza, aber so typisch Napoleonisch wirkte sie nicht unbedingt. Die beste Pizza ist meiner Meinung nach die aus Rom.

Unsere Pizza von diesem Tag

Freitag: 18.Marz

Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen. Heute geht es nach Pompeji, und ich hoffe zumindest das ist, was es verspricht. Wir werden die Metro von hier Montesano, wo wir unser Apartment haben, nehmen. Das dauert etwas länger als wenn man direkt vom Hauptbahnhof fährt, wir brauchen nämlich fast eine Stunde, während man vom Hauptbahnhof in 15 Minuten hinkommt. Aber zumindest müssen wir dann nicht auch noch bis zum Bahnhof, der nämlich 40 Minuten weg ist (15 mit dem Zug oder Metro).

Vielleicht gehen wir die Rückreise anders an, aber das können wir auch noch spontan entscheiden. Ich bin schon gespannt, wie lange die Schlange sein wird. Ich hab gelesen das es eigentlich klüger wäre online zu buchen, nur funktioniert das online Buchungssystem am Handy nur auf Italienisch. Da ist mir doch lieber, mich in eine Schlange zu stellen. Wir haben sowieso den ganzen Tag Zeit.

Pompeji ist eine Reise absolut Wert. Das Areal ist riesig, und im Sommer muss es unerträglich heiß sein, den es gibt kaum Schatten. Man wandert wie durch eine Ruinenstadt, aber es sind eindeutig die Gebäude zu erkennen, manche wurden sogar auf 2 Stockwerke wieder aufgebaut. Wer sich für die römische Kultur interessierte, sollte unbedingt hier herkommen.

Die Schlange war übrigens nicht der Rede wert. Als wir um 9:20 dort waren, sind nur 2 Personen vor uns angestanden. Was allerdings anzumerken ist, in Pompeji gibt es viele Touristenfallen.

Kaum dass wir aus dem Zug ausgestiegen sind wollten uns schon 4 verschiedene „Touristen Führer“ aufhalten – Taxi zu Pompeji (ist nur 10 Minuten zum Gehen), Tickets, Guides… Mein Tipp, einfach weitergehen! Sieh dir am besten vorher schon im Zug auf Google Maps an, wie du von der Station Pompeji zum Eingang kommst, und behandle die Leute, die dich am Bahnhof ansprechen wie Luft.

Was allerdings noch schlimmer war, die Straße vom Eingang. Es ist nicht der Haupteingang, den wir nahmen, sondern den am nächsten zur Station. Vor dem Eingang muss man eine Straße entlang gehen. Da gibt es ein „Tourist Office“ welches ich mir ziemlich sicher, bin das, nicht ein offizieller Tourist Information Office ist. Denn auf dem Weg zum Eingang halten dich 4 verschiedene mit dem Logo des Touristoffice auf, um dir zu sagen, dass das hier nur der Exit ist, man kommt hier nicht rein, kann keine Tickets kaufen… Sie waren regelrecht nervig und wollten nicht locker lassen. Das traurige ist, man sieht von weiten schon die grüne Schrift „Ingreso“ – was ein verdammter Eingang ist.

Und so war es auch… von wegen „Just Exit“. Ich kam mir vor wie in Marrakesch, wo sie dich auf allen Seiten versuchen irgendwie zu verunsichern und auszunutzen. Einfach weitergehen, und ja keine Tickets mit ihnen kaufen, und noch weniger den Audioguide. Nachdem man durch die Green-Passkontrolle ist und das Gepäck gescannt hat, gibt es eine Kasse, eine offizielle!

Das Tourist Office von dem ich schreibe – ignorieren!

Auch sagt man auf der Hauptseite, dass man keinen Rucksack größer als 30x30x15 mit reinnehmen darf. Wir hatten keinen anderen, also nahmen wir unseren normalen mit. Nicht einmal gescannt hat man ihn. War absolut kein Problem. Die Locker die sie haben kommen mir sehr wenige vor, aber vielleicht haben sie noch extra Räume, oder mehr am Haupteingang.

Es gibt ein Restaurant (vielleicht auch 2, wir haben nur eines so weit gesehen), aber am besten bereitest du dir Zuhause etwas vor, oder kaufst ein belegtes Brot. Dann sparst du dir das anstehen. Wir waren um 9:30 dort und sind bis fast 15 Uhr unterwegs gewesen. Das Areal ist einfach riesig, und man braucht die Zeit um nur alles durchzugehen. Und das wo bei uns die meisten Gebäude, in die man gehen könnte, geschlossen waren.

Noch eine Anmerkung zum großen und tollen Vesuvio. Er ist nicht wirklich hoch und sieht auch nicht ganz so speziell aus. Ich sehe ihn mir gerade aus dem Fenster vom Zug aus an, und wer einen beeindruckenden Vulkan sehen will, sollte vielleicht besser nach Teneriffa fliegen und den Teide bewundern. Oder in Sizilien den Etna, der sollte auch ganz schön hoch sein.

Vesuv vom Zug aus

Samstag: 19. März

Wie schon oben kurz erwähnt, befinden wir uns jetzt auf dem Heimweg. Vor 15 Minuten sind wir aus Napoli Centrali rausgefahren. 6 1/2 h sitzen wir jetzt im selben Zug von Napoli nach Bolzano. Was eigentlich ziemlich angenehm ist, den einmal in Bolzano müssen wir keinen speziellen Zug erreichen, sondern können in jeden zum Brenner einsteigen der fährt. Den für diesen Zug von Bozen zum Brenner braucht man keine Reservierung.

Um ganz ehrlich zu sein, ich freue mich darauf, heim zu kommen. Meine Fußsohlen schmerzen schrecklich nach 7 Tagen Herumlaufen. Durchschnittlich haben wir 30.000 Schritte pro Tag gemacht. Und Napoli hat in mir nicht den Wunsch geweckt, noch einige Tage länger zu bleiben.

Es war ein intensiver Urlaub, mit viel Kultur und viel Bewegung. Jetzt bräuchte ich Urlaub zum Entspannen, so ein angehängtes Spa Wochenende wäre toll. Wenn heute alles gut läuft, sind wir um 16:13 in Innsbruck, und dann noch ca. eine halbe Stunde nach Hause. Und morgen mach ich absolut gar nichts, vor allem werde ich keine 10.000 Schritte machen. Vielleicht nicht mal 1.000 Schritte. Es wird Zeit für einen Tag Pause.

Sonntag: 20. März

Trotz kleine Verspätungen der Züge lief gestern alles einwandfrei und wir waren von 17 Uhr sogar zu Hause und konnten noch schnell einkaufen gehen. Heute haben wir noch einen Tag Buffer um wieder anzukommen, Rucksack auspacken und Sachen zu erledigen, bevor es morgen wieder in die Arbeit geht. Das sollte ich eigentlich immer so machen, ist wirklich entspannt, wenn man noch einen Tag extra hat zu Hause.

Viel wird noch zu diesem Trip kommen. Ich bin gerade dabei einen Beitrag zum Mobile Pass und wie man ihn verwendet zu verfassen. Dann noch Informationen zur Reservierung. Auch wird es ein Update des Interrail Routen Italien Beitrages geben, von Änderung der Routen bis zu zusätzlichen Ressourcen die uns bei der Planung geholfen haben. Dann kommt natürlich noch ein Video, die besten Fotos auf Instagram und weitere Beiträge wie was man in Rom oder Florenz getan haben muss. Viel entspannen ist dann wohl heute doch nicht, den es steht viel Arbeit an.

Wer meine Reise live mitverfolgt hat, dem möchte ich gleich danke sagen und mich für die ganzen Fehler im Text entschuldigen. Mit Tablett und der kleinen Tastatur war es gar nicht so einfach (speziell, weil ich die Deutsche Tastatur nicht einstellen konnte) auch fehlten meine ganzen Rechtschreib-Plugins (Rechtschreibung war noch nie meine Stärke).


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1 Kommentar zu „Reisetagebuch: Interrail Italien 2022“

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