Ausrüstung zum Wandern – Was muss mit auf die Tagestour?

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Allgemeine Tipps für die Ausrüstung beim Wandern

Geringes Gewicht für die Wanderung

Beim Wandern solltest du nie vergessen, dass du alles, was du mit mimst, auch selbst hinaufschleppen musst. Je mehr du rauf schleppen musst, desto mehr Ausdauer und Kraft benötigst du. 

Daher ist ein großer Punkt bei der Ausrüstung zum Wandern: je leichter, desto besser. 

Das macht sich auch bemerkbar bei den ganzen Produkten, die es zum Wandern gibt – noch leichteres Material, leichtere Kleidung. 

Du solltest dir daher gut überlegen, was du wirklich brauchst. Du willst nicht am Gipfel stehen und unter dem kalten Wind leiden, aber auch nicht eine Menge unnötiges Zeug mitnehmen. 

Qualität heißt nicht immer teuer

Wanderausrüstung kann ziemlich teuer werde, speziell bei Markenprodukten. Aber brauchst du wirklich die Markenprodukte? Du brauchst nicht immer die beste und teuerste Ausrüstung beim Wandern, speziell, wenn du startest. 

Überlege dir vorher gut: Wie oft verwende ich die Sachen? Wie schwierig werden meine Wanderungen überhaupt, mach ich hochalpine Wanderungen? Braucht es wirklich die super mega wärmende Jacke, wenn man eigentlich nur bei guten Bedingungen geht?

Viel zu oft sehe ich hier in den Alpen Leute, die eindeutig zum ersten Mal am Berg sind. Und ihre ganze Ausrüstung ist fortgeschrittener als meine eigene. Die besten Marken, alles Niegel-Nagel-Neu. Und das für 5 Tage Urlaub in Tirol. Dann wandert das ganze wieder in eine Box in den Keller.

Damit kommen wir schon zum nächsten Punkt. 

Alles neu? Muss nicht sein

Muss den wirklich alles neu und aufs Wandern entwickelt sein? Darauf ist die Antwort ein eindeutiges NEIN. Wandern ist auch nur ein Sport, und du kannst ohne Probleme dein Fitnessstudio T-Shirt anziehen, die Sporthose, die du zum Laufen verwendest. Und wenn du mit leichten Wanderungen startest, reichen oft sogar die Laufschuhe. 

Kauf dir deine Wanderausrüstung nach und nach mit der Zeit. Speziell wenn du startest, machst du nicht die schwierigsten Routen und da ist es besser, mit dem zu arbeiten, dass du hast. Mit der Zeit stellst du dann fest, was dir fehlt oder was du noch brauchst. 

Aber das Wichtigste in deiner Ausrüstung, und vermutlich das Erste, das du neu brauchen wirst: Wanderschuhe und einen guten Rucksack!

Auf einer Wanderung in Spanien

Ausrüstung an Wanderung anpassen

Abhängig von Wetter, Jahreszeit, Länge der Wanderung und Art bzw. Schwierigkeitsgrad musst du deine Packliste anpassen.

Ohne zu wissen, welche Wanderung wir unternehmen, wird es schwer zu entscheiden, welche Ausrüstung nötig ist. Daher definieren wir zuerst, was wir eigentlich machen: Wie lange sind wir unterwegs? Was für ein Wetter wird es haben? Ist es eine Wanderung im Frühling, Sommer, Herbst oder sogar im Winter? Und wie schwierig ist das Gelände, in das wir einsteigen?

Es gibt also nicht die eine perfekte Packliste, mit der du dich auf jede Wanderung vorbereitest. Daher ist es wichtig deine Ausrüstung und die Bedingungen zu kennen, und genau einzuschätzen, was du heute brauchst. 

Wie lange bin ich eigentlich unterwegs?

Die wichtigste Frage, die wir uns zuerst stellen sollten, ist wie lange wir vorhaben unterwegs zu sein. Sind wir nur ein paar Stunden unterwegs und Essen auf einer Hütte? Kann es sein das es sogar dunkel wird beim Heimgehen? 

Die wichtigsten Punkte sind dabei:

  • Wie viele Stunden sind wir unterwegs: Den ganzen Tag (8h) oder nur halbtags (3-4h) oder vielleicht nur eine ganz kurze Wanderung (1-2h)
  • Kehren wir auf einer Hütte ein, oder sind wir auf uns allein gestellt?

Das wichtigste, was sich hier ändert, je nachdem was wir geplant haben ist:

  • die Menge an Proviant
  • die Menge Wasser
Anpassung nach Länge der Wanderung (c) planbvoyage.com

Wenn wir auf einer Alm einkehren und dort essen, haben wir für die Hauptmahlzeit gesorgt. Auch kann man hier eigentlich immer sein Wasser auffüllen für den Abstieg. Was allerdings trotzdem nie fehlen sollte, speziell, wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind, kleine Snacks.

Sollten wir auf uns allein gestellt sein, heißt es natürlich Proviant mitnehmen. Und das kann schon mal ganz schön unseren Rucksack füllen. Aber dafür ist es umso schöner, seine Hauptmahlzeit in Ruhe am Gipfel zu genießen. 

Wenn wir hingegen nur eine kurze oder halbtags Wanderung unternehmen, brauchen wir auch viel weniger Wasser als für einen ganzen Tag.

Du siehst schon, es ist wirklich wichtig zu wissen, was wir machen wollen.

Ich am großen Pölven mit Ausblick ins Inntal
Ich am großen Pölven mit Ausblick ins Inntal

Die richtige Ausrüstung bei jedem Wetter

Ganz allgemein empfehle ich Wandern zu gehen, wenn gutes Wetter ist. Speziell bei angesagtem Gewitter sollte man nicht auf den Berg, den das kann richtig gefährlich werden. 

Allerdings, mit gutem Wetter meine ich nicht, dass strahlender Sonnenschein sein muss. Auch an bewölkten Tagen rentiert es sich eine Wanderung zu planen, solang es nicht wie aus Strömen regnet oder gar ein Gewitter kommen sollte. 

Worauf du beim Wetter für deine Wanderung achten solltest:

  • Sonne und Sonnenschutz
  • Nebel
  • Wind
  • Möglicher Regen
Ausrüstung Anpassen an Bedingungen Grafik
Ausrüstung Anpassen an Bedingungen (c) planbvoyage.com

Sonne und Sonnenschutz beim Wandern

Am Berg bist du der Sonne näher als im Tal unten, das heißt, dass sie auch stärker ist. Dabei kommt noch hinzu, je höher du hinauf steigst, desto weniger schattenspendende Bäume wird es geben. 

Liegt sogar noch Schnee, musst du noch besser aufpassen – den der Schnee verhält sich wie ein Spiegel. Auch wenn die Sonne im Winter nicht so stark ist, mit dem Schnee ist ein Sonnenbrand fast vorprogrammiert, wenn du dich nicht eincremst. 

Wir brauchen also unbedingt eine Sonnencreme, und am besten mit LSV 50. Gesicht und Ohren darfst du dabei nicht vergessen, aber natürlich alles was nicht bedeckt ist ebenfalls.

Anpassung Ausrüstung bei Sonne (c) planbvoyage.com

Allerdings hat die Sonne noch weitere Einflüsse. An sonnigen, warmen Tagen schwitzt du mehr und brauchst dementsprechend auch mehr Wasser. Als Faustregel packe ich 1 Liter mehr ein als an bewölkten Tagen.

Und dann kann der schöne Mix aus Anstrengung und Sonne auch noch einen Sonnenstich hervorrufen. Ich selbst habe damit große Probleme und komm kaum vom Berg runter ohne Kopfschmerzen.

Mein wichtigster Begleiter ist daher eine Schildkappe, damit mir die Sonne nicht direkt auf die Kopfhaut brennt. Zusätzlich habe ich immer noch Schmerztabletten mit, für den Fall, dass der Kopfschmerz sehr schlimm wird. Und es hilft ein isotonisches Getränk zwischendurch, zu trinken anstatt nur Leitungswasser. 

Hütte in den Picos de Europa, Spanien

Nebel beim Wandern

Wandern bei Nebel kann sehr unangenehm werden. Zuerst ist die Luft nass und feucht, dank des Nebels. Nicht gerade die angenehmste Kombi. Auch ist es etwas kälter, speziell durch die Feuchte fühlt es sich kälter an.

Aber das größte Problem ist, dass man die Orientierung verliert. Das ist kein Problem, wenn der Weg klar markiert ist und es keine unerwarteten und unbeschilderten Abzweigungen gibt. Doch je mehr man rauskommt aus diesen frequentierten Zonen, desto verwirrender kann es werden.

Anpassung Ausrüstung bei Nebel
Anpassung Ausrüstung bei Nebel (c) planbvoyage.com

Wichtig ist bei Gefahr von Nebel immer mit GPS zu gehen und das auch häufig zu nutzen, um zu sehen, wo man sich wirklich befindet und wo der Weg ist. Auch ist es besser sich an die größeren Wege zu halten, jene, die besser beschildert sind.

Wind beim Wandern

Ja der liebe Wind. Viel zu oft bläst er unerwartet am Gipfel. Es kann sich gleich um 10 Grad kälter anfühlen. Und je nach stärke dir die halbe Wanderung “versauen”.

Allerdings ganz wirst du ihn nie los und wir sollten darauf vorbereitet sein, speziell am Gipfel.

Daher solltest du immer einen Windschutz mithaben. Im Sommer helfen dünne Windschutzjacken. Die kann man mega klein zusammenpacken, und sie brauchen fast keinen Platz.

Anpassung Ausrüstung bei Wind
Anpassung Ausrüstung bei Wind (c) planbvoyage.com

Im Herbst und Frühling packe ich sowieso gleich meine Übergangsjacke* ein. Diese verwende ich auch bei Regen in der Stadt, und sie wärmt zusätzlich ein bisschen.  

Ein weiterer Tipp ist Wechselkleidung. Den es gibt nichts Schlimmeres als in den verschwitzten und nassen Klamotten am Gipfel im Wind zu sitzen. Geschweige den das man die Gefahr eingehen will sich zu verkühlen. 

Angesagter Regen und Wandern

Wie bereits erwähnt, bei zu viel angesagtem Regen verlasse ich gar nicht das Haus. Aber manchmal, speziell hier in den Alpen, ist der Tag schön und erst um 5 Uhr ist Regen angesagt. Und da sollte man vorbereitete sein, falls man nicht rechtzeitig wieder zu Hause ist.

Ich hab eigentlich noch nie einen Regenschirm mitgenommen. Aber man muss dazu sagen, dass ich allgemein nur bei strömenden Regen wirklich meinen Regenschirm aufspanne. Es rentiert sich für mich also nicht dieses zusätzliche Gewicht mitzunehmen nur für den Fall. 

Anpassung Ausrüstung bei Regen
Anpassung Ausrüstung bei Regen (c) planbvoyage.com

Was ich allerdings mithabe, ist ein Regenschutz* für den Rucksack. Man spannt ihn einfach über den Rucksack und alles bleibt trocken. Fast alle Rucksäcke, die ich habe, haben ein extra fach unten für diesen Regenschutz. Und bei einem meiner Rucksäcke von Decathlon war dieser sogar dabei. Ansonsten sind sie aber echt günstig und man kann ihn immer gebrauchen. 

Des Weiteren kommt meine Regenjacke als Wind und Regenschutz mit. Und diese hat noch zusätzlich eine Kapuze, dann wird der Regenschirm einfach noch überflüssiger. 

Die richtige Ausrüstung für jede Jahreszeit

Auch die Jahreszeit hat natürlich Einfluss auf unsere Packliste. Hierbei speziell die Temperatur und das Wetter, das wir vermutlich erwarten können. Aber es gibt auch die ein oder andere Spezialität, die man beachten sollte, je Jahreszeit.

Ausrüstung Anpassen Jahreszeit
Ausrüstung Anpassen Jahreszeit (c) planbvoyage.com

Wanderkleidung im Sommer

Es ist heiß, vermutlich gibt es viel Sonne und es kann in der Früh schon noch etwas frisch sein. Wir haben hier also einen klaren Fall vom Zwiebelsystem. Und je “zwiebliger”, desto besser.

Meine Lieblingswanderhose im Sommer ist eine dünne ZIP-Off Hose. Den in der Früh brauche ich noch eine lange Hose, ein paar Stunden später aber unbedingt eine kurze Hose. Es ist auch zu empfehlen, ein Wechsel T-Shirt mitzunehmen.

Dabei darf man nicht vergessen, sich vor dem Wandern auch in jenen Zonen einzucremen, die später der Sonne ausgesetzt werden. 

Durch die höheren Temperaturen schwitzt man natürlich auch mehr und braucht mehr Wasser. Das ist im Sommer oft nicht zu unterschätzen, ich brauche fast das Doppelte im Vergleich zu einer Wanderung an einem kühlen Herbsttag.

Wanderkleidung im Herbst und Frühling

Das Wetter kann hier sehr wechselhaft sein. Aber es dauert auf jeden Fall viel länger als im Sommer, dass der Tag sich so richtig erwärmt. Und wenn die Sonne mal weg ist, wird es auch schnell wieder kälter. Auch hier kommt das Zwiebelsystem zum Einsatz, und zwar mit wärmenden Klamotten wie Jacken und Pullover.

Was nicht fehlen darf, sind: Stirnband oder Mütze, dünne Handschuhe und eine Stirnlampe, da es früher dunkel wird.

Auch musst du bedenken, dass du viel mehr an hast, und das ganze Zeug später vielleicht wieder Platz im Rucksack finden muss, sobald der Tag sich richtig erwärmt hat. Dein Rucksack sollte also am Anfang eher leer sein, um später Platz zu finden für die ganzen Klamotten. 

Ich auf der Serles mit Ausblick auf Innsbruck
Den schönsten Ausblick von Innsbruck hat man von diesem Stein aus auf der Serles.

Wanderkleidung im Winter

Im Winter wird alles etwas komplizierter. Warm anziehen ist uns, glaub ich, allen klar. Bedenke jedoch, dass du Sport machst, und mit der Anstrengung dich auch aufwärmst. 

Ich hab eine eigene Wanderhose für den Winter, die mehr wärmt. Handschuhe dürfen natürlich nie fehlen und auch die Mütze muss mit. Ganz wichtig sind im Winter die Wanderschuhe, den deine Füße sollten idealerweise trocken bleiben. Auch die Socken sollten deine Füße gut wärmen.

Dann gibt es noch spezielle Ausrüstung, für Wanderungen mit Schnee. 

  • Schneeschuhe*: Zum Gewicht aufteilen und nicht einsinken bei viel Schnee
  • Schuhspikes*: Um Halt am eisigen Weg zu haben
  • Steigeisen*: Um Halt im steilen zu haben
  • Gamaschen*: Ein Basic, damit kein Schnee in deine Schuhe kommt
  • Wanderstöcke*:  um einen besseren Halt gegen das rutschen zu haben

In Spanien musste ich einmal einen Eispickel* mitnehmen, zusätzlich zu den Steigeisen. Der Sinn davon ist im steilen Schneegelände, für den Fall, dass du ausrutschst, kannst du den Pickel in den Schnee schlagen, damit du nicht noch weiter rutscht. Das gab auch absolut Sinn dort wo wir waren, allerdings bin ich in den Alpen im Winter noch nie eine solche Wanderung gegangen. 

Im Winter planen wir Wanderungen, die im Sommer Familien mit Kindern machen, die sind einfach und nicht so gefährlich. Solltest du allerdings planen einen Gletscher zu besteigen brauchst du dementsprechend bessere Ausrüstung. Auch eine Lawinenausrüstung sollte man sich bei schwierigen Wanderungen im Winter überlegen.  

Die Schwierigkeit der Bergtour

Zu guter Letzt spielt natürlich auch die Schwierigkeit der Wanderung eine wichtige Rolle. Dabei sind gleich mehrerer Dinge zu beachten:

  • Höhenmeter, Länge und Dauer der Wanderung
  • Schwierigkeit des Geländes

Ersteres hat vor allem Einfluss auf die Verpflegung, wie ich bereits erwähnt habe unter dem Punkt “Wie lange bin ich eigentlich unterwegs?”. Es fehlt also nur mehr die Schwierigkeit des Geländes in unserer Planung mit einfließen zu lassen.

Ausrüstung je nach Schwierigkeit des Geländes

Das beeinflusst vor allem das Schuhwerk, das du verwenden solltest. Aber auch zusätzliche Ausrüstung, die nötig sein kann für schwierigere Wanderungen. 

Um dieses Thema etwas greifbarer zu machen, führe ich 3 Schwierigkeitsgrade ein für das Gelände. Natürlich gibt es noch viel mehr Unterscheidungen, aber so kannst du dir am besten vorstellen, was auf dich zukommt. 

  1. Nachmittagsspaziergang
  2. normale Wanderung 
  3. Hochalpine Wanderung

Beim Nachmittagsspaziergang handelt es sich um ganz einfache Spazierwege. Dies kann eine Forststraße sein oder ein erdiger Waldweg. Vermutlich ist unser Plan, auf einer Hütte einzukehren. Und wir sind nur ein paar Stunden unterwegs. 

Schuheniedrige Schuhe mit gutem Gripmeine Schuhe*
Wanderstöckekein Mussmeine Wanderstöcke*
Rucksack10-20Litermein Rucksack*
Zusätzliche Ausrüstung
Nachmittagsspaziergang wichtigste Ausrüstung

Bei der normalen Wanderung wird es schon etwas Anspruchsvoller. Wir sind den ganzen Tag unterwegs. Forststraßen sind eher eine langweilige Seltenheit. Hauptsächlich sind wir auf erdigen Waldwegen unterwegs, es können auch mal Schotter Wege vorkommen oder steinigeres Gelände.

Schuhehalbhohe Wanderschuhe mit sehr gutem Grip, geeignet für alpines Geländemeine Schuhe*
WanderstöckeJameine Wanderstöcke*
Rucksack30-40 Liter, mit Hüftgurt, damit er gut sitztmein Rucksack*
Zusätzliche Ausrüstung
Normale Wanderung wichtigste Ausrüstung

Mit der hochalpinen Wanderung steigt die Schwierigkeit dann noch mehr. Das Gelände wird abfällig, d.h. auf einer Seite ist Absturzgefahr. Es handelt sich oft vielleicht sogar um einen Klettersteig. Steiniges Gelände mit kleinen Kletterpassagen werden häufiger. Und das Vertrauen in die Schuhe ist das A und O. Die Wege sind auch immer weniger markiert und man kommt unter Umständen ohne GPS und Planung gar nicht dahin wo man hin möchte. 

Schuhehohe Wanderschuhe mit sehr gutem Grip, geeignet für alpines Geländemeine Schuhe*
WanderstöckeVielleicht, zusammenklappbar, wegstecken, sobald das Gelände steiniger wird und man die Hände brauchtmeine Wanderstöcke*
Rucksack30-40 Liter, mit Hüftgurt, damit er gut sitzt, nicht zu groß, da sonst im Weg bei Kletterstellenmein Rucksack*
Zusätzliche AusrüstungGPS & Planung, Klettersteigset und HelmHelm* , Klettersteigset* & Klettergurt* für GPS App Komoot
Hochalpine Wanderung wichtigste Ausrüstung
Ausblick vom Gipfel Hochiss
Ausblick vom Gipfel Hochiss im Rofangebirge

Soviel Essen brauchst du zum Wandern

Hier ist natürlich zuallererst wichtig die Frage: Kehrst du in einer Hütte ein oder nicht?

Wenn du auf einer Hütte einkehrst, brauchst du natürlich nicht so viel, allerdings würde ich dir in jedem Falle empfehlen Snacks mitzunehmen. Warum? Lies dir den Punkt weiter unten zu Unterzucker durch.

Wenn du nicht in einer Hütte isst, brauchst du natürlich mehr, speziell deine Hauptmahlzeit solltest du nicht vergessen.

Wie viel Essen solltest du mitnehmen?

Eines gleich vorweg, du wirst nicht soviel Kalorien zu dir nehmen können wie du bei einer Ganztageswanderung verbrennst. So ist das einfach. Daher würde ich dir empfehlen eher mehr Kalorien einzupacken, und vor allem nicht die Kalorien zu zahlen.

Wir haben normalerweise immer Obst mit, für zwischendurch. Studentenfutter oder Nüsse, da sie besonders viele Kalorien haben. Ein paar Riegel gegen den Unterzucker. Und dann noch die Hauptmahlzeit. 

Für die Hauptmahlzeit kannst du dir Brote vorbereiten, schau aber das du sie gut belegst und auch genug mitnimmst, nicht das du hungrig bleibst. Am liebsten bereite ich mir aber am Vorabend Nudeln vor, mit Gemüse. Das alles in ein Tupper und eine Gabel mitnehmen, und du hast eine volle Mahlzeit am Gipfel.

Welche Lebensmittel eignen sich fürs Wandern

Du solltest ein bisschen daran denken, was du mitnimmst. Schließlich machst du Sport, und solltest nicht einfach alles in dich reinstopfen. 

Zu aller erst mal: Nichts was zu schwer im Magen liegt und wieder aufstoßt. So zum Beispiel die allseits beliebten Landjäger. Diese liegen einfach schwer im Magen und werden dich einbremsen. Sowas vielleicht besser, wenn du nach Hause gekommen bist.

Vergiss nicht auf die Proteine. Auch wenn du sonst nicht viel auf die Makroinhalte deiner Lebensmittel schaust, solltest du beim Wandern die Proteine nicht vergessen. Wir haben dafür gerne gekochte Eier mit. Die eignen sich perfekt als Snack am Berg.

Obst als zusätzliche Wasserressource. Das Tolle am Obst ist, dass es viel Wasser enthält. Ein Apfel kann dir dadurch auch den Durst löschen und nicht nur den Hunger nehmen. Das merkst du sehr schnell beim Wandern.

Lebensmittel, die kein Problem mit Hitze und nicht so einfach zerquetscht werden können. Vergiss nicht, dass der Rucksack auch warm wird. Auch wein ein Müsliriegel mit Schokolade super Zuckerlieferant ist, wird es eine “patzerei” wenn die Schokolade geschmolzen ist. Auch musst du beim Obst aufpassen, dass es nicht zu sehr zerdrückt wird im Rucksack, Bananen wähle ich daher eher selten. Umso besser eigenen sich Apfel für eine Wanderung.

Viele Kalorien, gute Snacks. Meine Lieblingssnacks beim Wandern sind Nüsse. Sie liefern dir sehr schnell Energie, haben viele Kalorien, man kann sie einfach schnell essen und sie brauchen fast keinen Platz. Zum Beispiel Erdnüsse sind dafür super. 

Was tun bei Unterzucker?

Das ist eine sehr betrogene Sache beim Wandern, kommt schleichend, ist aber dann plötzlich da. Oft merkst du es gar nicht selbst, sondern jemand, der mit dir mit geht. Und dann solltest du schnell etwas Snacken, wenn dir auffällt, dass du in Unterzucker gerätst.

Mir selbst ist es schon ein paarmal passiert, manchmal schlimmer, manchmal nur ganz leicht. Und inzwischen weiß ich die Zeichen zu deuten, bewusst Pause zu machen und eine Kleinigkeit zu essen. 

Wie Unterzucker sich anschleicht:

  • Die Wanderung wird immer anstrengender, obwohl sich eigentlich nichts wirklich ändert – der weg wird nicht viel steiler, wir gehen nicht unbedingt viel schneller
  • Du hast das Gefühl, du verlierst kraft und kommst nicht mehr so wirklich voran
  • Du wirst immer langsamer, das bemerken oft eher die Andern als du selbst

Oft meinst du selbst es ist einfach, weil du untrainiert bist, aber das muss nicht der Fall ein. Setz dich hin, mach kurz Pause und iss und trink etwas. Du wirst sehen, wie es dir nach 15 Minuten wieder viel besser geht. 

Was solltest du essen? Gut ist natürlich etwas mit Zucker, allerdings alles mit raffiniertem Zucker ist auch gleich wieder weg. Am liebsten mag ich in so einem Fall:

  • Obst, enthält Zucker und kann man sehr gut schnell essen. Einen Apfel, Nektarine, Banane, … Wir haben eigentlich immer etwas dabei
  • Müsliriegel, enthalten oft auch Honig und sind super zum Energietanken
  • Studentenfutter / Nüsse: auch das haben wir gerne mit, und kannst du vorbeugend sogar immer wieder zwischendurch essen. Der Vorteil, sie haben viele Kalorien und davon bekommen wir beim Wandern sowieso nicht genug. 

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