6 Irrtümer vom Wandern


Speziell als Anfänger beim Wandern hat man verschiedene Vorurteile und Irrtümer im Kopf, die aufgeklärt gehören. Vieles davon musste ich selbst erst lernen als ich angefangen habe zu Wandern. Doch alle 6 Punkte sind wichtig und können dir die ein oder andere negativen Erfahrungen mit dem Wandern ersparen.

#1: Das Schwierigste ist der Aufstieg

Dieser Punkt ist mir persönlich ganz, ganz wichtig, dass du gleich von Beginn an verstehst: Wenn du nicht alleine raufkommst, kommst du sicherlich nicht einfach runter! 

Oft ist es heutzutage sehr beliebt, mit der Gondel auf den Berg zu fahren und runter zu gehen. Das empfehle ich dir auf keinen Fall. Klar für den Aufstieg brauchst du Kondition, aber der Abstieg ist viel schwerer

Du brauchst Trittsicherheit, gutes Schuhwerk um nicht zu rutschen. Es ist immer klüger leichtesten Weg für den Abstieg zu nehmen. Jenen, der weniger steil ist, der weniger schwieriges Gelände hat. 

Das ist etwas, was jeder weiß der viel Wandert, aber ein Anfänger erst mit schlechter Erfahrung lernt. 

Wenn wir bei meinen Eltern zu einer nahegelegenen Kapelle spazieren, nehmen wir den steilen und schwierigen Waldweg immer für den Aufstieg, und gehen die Forststraße zurück. Das überraschende ist wie viele Leute uns entgegenkommen am schweren Weg. Und alle mit festem Blick auf den Boden rutschen mit ihren Turnschuhen auf der Erde und haben sichtlich Angst in den Augen. Während wir zwar schnaufen, aber ohne weitere Probleme raufkommen, und der Abstieg ist zum Plaudern und entspannen. 

#2: Wandern in den Alpen ist nur etwas für erfahrene Wanderer

Auch in den Alpen gibt es sehr viele Wege für Anfänger. Es muss nicht immer das schwierigste Gelände sein, der höchste Gipfel. Es gibt hier auch Rundwanderungen, Hüttenwanderungen mit relativ wenig Höhenmetern und Kilometern. 

Schließlich muss man auch in den Alpen irgendwo und irgendwann mal anfangen. Wir Tiroler werden auch nicht als alpine Profisportler geboren. Und auch wir gehen gern mit den Kindern auf eine leichte Wandertour. 

#3: Fürs Wandern muss man vorher Ausdauersport machen

Das ist ein absoluter Blödsinn. Ich persönlich finde nichts langweiliger als Ausdauersport. Oft habe ich versucht Laufen anzufangen, nur um festzustellen, dass es nichts für mich ist.

Auch ist es nicht dieselbe Ausdauer, die man braucht um 8 Stunden am Berg unterwegs zu sein. Und das beste Training fürs Wandern ist immer noch das Wandern selbst.

#4: Ein Muss: Das Gipfelbier!

Es ist was Tolles, wenn man oben ankommt und ein Bier genießt, oder besser noch ein Radler! Ob nun am Gipfel oder am Berg, nach getaner Anstrengung kommt die Belohnung.


Aber Achtung! Nach der Anstrengung wirkt der Alkohol viel schneller und besser als man erwartet. Auch hast du sicherlich nicht genug gegessen für die Kalorien, die du verbraucht hast – und Alkohol auf leerem Magen wissen wir, dass es nicht gerade die beste Idee ist. 

Also sei vorsichtig mit dem Alkohol beim Wandern – speziell da das schwerste noch vor dir liegt: der Abstieg!

#5: Der Schnellste geht voran

Niemals sollte der Schnellste und Geübteste vorangehen. Niemals! Den die Person, die vorausgeht, gibt das Tempo an. Und genau aus diesem Grund sollte die langsamste und untrainiertes Person vorausgehen. 

Es ist beim Wandern sehr schwer sein eigenes Tempo zu finden, speziell, wenn jemand mit einem viel schnellen Tempo vorausgeht. Man läuft dann Gefahr viel zu schnell zu wandern, und immer wieder stehen bleiben zu müssen, weil man einfach nicht mehr kann. 

Am besten ist man findet ein Tempo, mit dem man stunden durchgehen kann, ohne wirklich stehenzubleiben, und wenn es noch so langsam ist. Wir nennen das, den Alpenschritt – mit diesem kommt man überall hin, nur eben später. 

#6: Wandern ist einfach nur anstrengend

Natürlich ist wandern ein Sport, und wie jeder Sport kann es anstrengend sein, speziell, wenn man untrainiert ist. Aber auch wie beim Sport muss man langsam starten und sich steigern. Wenn du dir gleich zu Beginn eine Route aussuchst, die dein Niveau übersteigt, ist Wandern mega anstrengend. 

Daher solltest du dich niemals überschätzen. Das Ziel vom Wandern ist nicht, dass du halb tot ankommst und dich die nächsten 3 Tage nicht mehr bewegen kannst vor lauter Muskelkater. 

Beim Wandern solltest du vor allem die Aussicht genießen, die Natur genießen und abschalten. Weg vom Bildschirm, weg vom Handy, weg von dem ganzen Stress im Alltag. Und dazu musst du nicht die schwersten Routen machen, die du findest. 

Für mich ist wandern auch die perfekte Möglichkeit stunden über Gott und die Welt zu reden, mit der Person, mit der man unterwegs ist. Man kommt auf die interessantesten Themen. Lernt sich gegenseitig auf neue Weisen kennen. Ohne der dauernden Ablenkung unserer digitalen Welt.


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