Wie sich Reisen mit 30 ändert


Wenn man älter wird ändern sich die eigenen Ansprüche an das Reisen, auch die Art wie man verreisen will sieht ganz anders aus. Das muss nicht unbedingt mit dem 30. Geburtstag kommen, aber da ich gestern 30 wurde hab ich beschlossen den Beitrag so zu nennen.

Warum ändert sich unsere Art zu reisen mit dem Alter?

Als ich mit 20 mit dem Reisen angefangen habe war ich mit dem Backpack in der ganzen Welt unterwegs. Dazu zähle ich nicht meine ersten Erfahrungen mit Koffer und All Iclusive Hotels in Griechenland, das war definitiv nicht reisen.

Ich suchte das Abenteuer, neue Sachen ausprobiern, billig schlafen in einem Schlafsaal (Drom) eines Hostels. Ich reiste schnell von Ort zu Ort, machte Tauchkurse, flog durch die ganze Welt.Lange Wartezeiten an Flughäfen waren kein Problem, und die ganze Nacht durch Party zu machen stand auch auf der Tagesordnung.

Schon die letzten Jahre merkte ich das ich eindeutig nicht mehr bereit bin so zu reisen. Ich hasse es in einem Hostel zu übernachten und nicht mein eigenes Bad zu haben. Party steht heute nicht mehr am Plan, mir reicht ein Glas Wein zum Abendessen. Und lange Flugreisen mit noch längeren zwischenaufenthalten find ich einfach nur anstrengend.

Mit dem Alter hab ich einfach meinen Fokus geändert auf was ich wie erleben will.

Die Übernachtungen mit 30

Bevor ich in einem Schlafsaal übernachten bleibe ich heute lieber gleich daheim, außer es handelt sich um eine Hütte. Aber mein Schlaf ist mir heute einfach wichtiger als damals, und in einem Schlafsaal mit alles 20 jährigen die bis 4 Uhr in der Früh unterwegs sind fördert nicht wirklich den Schlaf.

Viel lieber Übernachten ich in einem Hotel oder bei Freunden und Familie. Oder noch besser in einem Apartment mit eigener Küche. Das ist eigentlich das idealste, da kann ich meinen Tagesrythmus nachgehen, hab meinen Kaffee in der Früh und kann mir hin und wieder auch selbst was kochen.

Der Transport mit 30

Wenn ich nur daran denke ewig lang bis zum nächsten Flughafen zu fahren, ewig zu warten und dann einen langen Flug mit vielleicht sogar zwischenstop, bin ich gestresst. Vorallem wenn die Gefahr besteht einen Anschluss zu verpassen.

Das heißt nicht das ich nicht mehr fliege, ich fliege sogar gern, und am liebsten immer noch weit weg. Aber den ganzen Stress will ich nicht für eine Mikirge woche, speziell weil ich nicht in der Nähe eines großen Flughafens wohne.

Auch Busfahrten finde ich um ehrlich zu sein einfach nur Anstrengend. Mein neustes Lieblingsfortbewegungsmittel ist der Zug. Daher auch die Interrail Reise zu meinem Geburstag.

Der Nachteil ist natürlich das man nicht so einfach überall hinkommt mit dem Zug. Während Italien vor der Haustüre ist für uns, wird es unmöglich sein nach Spanien zu fahren ohne gleich ein paar Tage unterwegs zu sein.

Art der Reise mit 30

Das ist vielleicht das einzige was sich für mich nicht geändert hat, wenn man Party machen mal weglässt. Den ich such immer noch Abenteuer, will auf meinen Reisen etwas unternehmen und nicht gelangweilt am Strand liegen.

Allerdings würde ich viel lieber langsam reisen. Am liebsten würde ich den Rucksack packen und einen Monat remote von Rom arbeiten. Einen anderen Monat auf Teneriffe. Zwischendruch wieder ein paar Monate zu Hause, und dann vielleicht für 2 Monate Madrid.

Leider funktioniert das natürlich nicht in meinem jetzigen Leben, nicht mit einem festen Job und eher geringem Einkommen.

Fazit

Nur weil ich heute gerne anderes Reise, heißt das nicht das ich damals die Art zu reisen nicht genoßen habe. Ganz im Gegenteil manchmal würde ich gerne zurück gehen und genügsamer sein, aber leider wird man so einfach nicht wieder 20.

Genieße also deine Partys, die Übernachtungen ohne Probleme im Schlafsaal mit 20 anderen Leuten (ja ich war einmal in so einem Schlafsall) und Reise schnell so wie du es gerade für richtig findest. Den in ein paar Jahren willst du das vielleicht nicht mehr, und plötzlich wird jede Reise um einiges teurer und komplizierter.

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