2 junge Leute die auf den Zug warten.

Interrail: Lieber Koffer oder Rucksack?

Bei Interrail ist die Frage eigentlich ganz einfach zu beantworten: Rucksack! Den damit bist du flexibler, schneller und reist angenehmer. Speziell da Bahnhöfe normalerweise viele Stiegen haben, du vom Bahnhof oft zu Fuß zum Hostel gehen wirst und du viel einfacher in den Zug ein und aussteigen kannst.

Das ist die kurze Antwort auf deine Frage. Im restlichen Beitrag gehe ich mehr auf die einzelnen Gründe ein, warum ich glaube, dass ein Rucksack besser ist. Solltest du also noch nicht überzeugt sein, schafft es vielleicht der Rest des Beitrages.

Ein und aussteigen im Zug ist mit Rucksack einfacher

Auf meiner letzten Interrail Reise nach Italien haben wir es hundertmal gesehen. Den die meisten die mit dem Zug reisen haben Koffern. Und nicht einen kleinen Handgepäck-Koffer wie im Flieger. Die meisten reisen mit einem riesigen Koffer, in dem sie ihren halben Kleiderschrank Platz haben.

Während das vielleicht kein Problem ist, wenn man ihn hinter sich herziehen kann. Beim Einsteigen und Aussteigen des Zuges sieht das schon etwas anders aus.

Während wir, mit unseren Rucksäcken am Rücken, einfach einsteigen und unseren Platz suchen können, sieht man wie Leute unter größter Anstrengung den Koffer in den Zug heben. 

man in black denim jeans and black leather shoes standing beside black luggage bag
Koffer tragen ist einfach umständlich

Auch am Platz sieht es nicht besser aus, wenn man ihn aufheben muss, um den Koffer gut zu verstauen. 

Dasselbe gilt dann natürlich auch wieder für das Aussteigen. Auch die vielen Treppen am Bahnhof helfen nicht, wenn man den Zug wechseln muss, und das vielleicht noch unter Zeitdruck, da der vorige Zug Verspätung hatte.

Ganz abgesehen davon, dass diese Leute mitten am Bahnsteig stehen bleiben und man keine Chance hat an ihnen und ihren Koffer ohne Slalomlauf vorbeizukommen. 

Du kommst einfacher zu deinen Sachen

Ich habe  immer einen kleinen Beutel ganz oben im Rucksack, mit allen Sachen, die ich im Zug brauche. Sobald ich am Platz bin, hol ich ihn raus und verstaue den Rucksack über mir. Einfach und effizient.

Aber vergiss es etwas aus deinem Koffer herauszuholen, erst recht im engen Zug. Dieser wird gepackt zum nicht mehr öffnen bis man im Hotelzimmer steht. Du brauchst also immer eine zweite Tasche für dein Zeug.

h2: Mit dem Koffer eine Stadt besichtigen

Wenn du Interrail machst, reist du ziemlich viel herum. Selten, wenn nicht sogar nie, wirst du einmal 1-2 Wochen an einem Ort bleiben. 

Das heißt es wird Tage geben an denen du aus dem Hostel oder Hotel ausgecheckt hast, aber noch ein bisschen die Stadt besichtigst bis dein Zug geht. Oder in einer neuen Stadt ankommst, aber noch nicht einchecken kannst.

Was machst du nun mit deinem Gepäck?

woman walking on street surrounded by buildings
Mit dem Rucksack durch die Stadt laufen.

Mit einem Rucksack kannst du ganz einfach durch die Straßen laufen und noch ein paar Stunden eine Stadt besichtigen. Auch wenn das vielleicht nicht die ideale Lösung ist, es ist nicht das allergrößte Problem.

Mit einem Koffer wird das ganze aber ziemlich umständlich. Das heißt du musst einplanen das du deinen Koffer im Hotel lassen kannst, den sonst fällt mir nur ein dich in ein Café zu sitzen und abzuwarten. 

Du kannst den Rucksack auch als Tagesrucksack nehmen

Auf unserer letzten Interrail Reise in Italien haben wir immer einen Rucksack leergeräumt und sind damit die Stadt besichtigen gegangen. Speziell mein 35 Liter Rucksack bietet sich hervorragend an.

Hier hatten wir immer Platz für:

  • 2 Wasserflaschen
  • Kameras
  • Brote zum Essen untertags
  • Äpfel zum Essen untertags
  • meinen Reiseführer
  • Jacken, sobald es dann doch wärmer wurde
  • Sonnencreme

Zusätzlich sind unsere Rucksäcke auch zum Wandern geeignet und daher mit jeglichem Komfort wie Hüftgurt ausgestattet. Sie sind also dazu gemacht, den ganzen Tag am Rücken zu sein. 

Mit einem Koffer ist das einfach unmöglich.

Historische Straßen, die nicht auf Koffer ausgelegt sind

Glaub es mir, auf schönen historischen Straßen, wie in vielen Städten Italiens, brauchst du mit deinem Koffer gar nicht aufzutauchen. Koffer schieben oder ziehen wird hier nämlich unmöglich. Die Römer haben ihre Straßen nicht wirklich optimiert für die ganzen Touristen mit ihren Koffern.

Pflastersteine allgemein machen dir das leben eher schwer. Auch Treppen, wie du sie oft in Rom findest mit seinen Hügeln, sind nicht ideal für Koffer. Während du mit deinem Rucksack nirgends Probleme haben wirst.

Ich hab auf meinem letzten Interrail Trip in Italien Leute ins Forum Romanum gehen sehen, mit Koffer. Ins Forum Romanum! Ich versichere dir, das ist absolut nicht auf etwas mit Rollen optimiert. Es ist so schon anstrengend über die Via Sacra zu gehen, mit ihren vielen Steinen, aber mit Koffer? Erspar dir den Versuch, du wirst den Ausflug einfach nicht genießen.

Du packst weniger ein, wenn du das Gewicht am Rücken tragen musst

Zu Hause wirst du immer meinen, dass du mehr brauchst. Schließlich bist du einen vollen Kleiderschrank gewöhnt. Aber das brauchst du nicht beim Reisen.

Wenn du dein ganzes Zeug auf dem Rücken mit dir herumtragen musst, überlegst du dir auch 3 Mal, was du wirklich brauchst. Den während ein Koffer mit 23 Kilo leicht zum Ziehen ist (nicht zum in den Zug heben) – hast du in deinem Rucksack rund 8-10 Kilo, die du einfach mit dir tragen kannst. 

Du wirst also gezwungen nur das mitzunehmen, was du auch brauchst, und den restlichen Schrott zu Hause zu lassen. 

Fazit

Wenn du unbedingt mit Koffer reisen willst, solltest du dir vielleicht nochmal überlegen, ob du nicht doch eine andere Reiseart wählst. Interrail sollte nämlich so flexibel wie möglich sein, und das betrifft auch dein Gepäck. 

Diese Art von Reisen ist einfach darauf ausgelegt, dass du dich schnell und oft bewegst, und das mit deinem ganzen Hab und Gut. Und mit einem Rucksack wirst du auf jeden Fall ein schöneres Erlebnis haben!

Titelbild die Suche nach dem perfekten Rucksack

Du suchst noch nach dem perfekten Rucksack? Dann solltest du dir meine Geschichte durchlesen, den mein heutiger Rucksack ist nicht, der erste den ich hatte.


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