Interrail in Europa – was du wissen musst

Ich war bereits zweimal auf einer Interrail-Reise in Europa unterwegs. Und dabei habe ich ein paar Dinge gelernt, die ich bereits gerne vorher gewusst hätte. Damit meine ich nicht die unterschiedlichen Arten von Tickets die man kaufen kann. Hierzu gibt es ausgezeichnete Erklärungen auf der offiziellen Interrail Seite. Es geht in diesem Beitrag vor allem um die kleinen Problemchen die während der Reise auftreten. Von Sprachbarrieren beim Reservieren, bis zu unterschiedliche Zugnetze in jedem einzelnen europäischem Land. Den so schön es ist auf einem Kontinent zu leben der so viele unterschiedliche Kulturen beheimatet, so kompliziert kann es werden, wenn man versucht mit einem Ticket diese zu bereisen.

Du benötigst eine zusätzliche Sitzplatzreservierung in den meisten Zügen

In Österreich gilt mein Ticket für jeden beliebigen Zug, dabei gibt es außer bei Nachtzügen absolut keine Sitzplatzreservierungspflicht. Wenn du keinen Sitzplatz bekommst musst du eben stehen. Allerdings gilt dies in Frankreich, Spanien und Italien nur bei den langsamen regionalen Zügen. Sobald du einen Schnellzug wählst, gibt es eine Sitzplatzpflicht.

Wenn du dir ein normales Ticket für diese Züge kaufst, bekommst du diesen Sitzplatz automatisch und ohne zusätzliche Kosten dazu. Bei deinem Interrail Ticket ist dies allerdings nicht der Fall da du ja an keinen speziellen Zug gebunden bist. 

Und neben den Schwierigkeiten diese Reservierung abzuschließen, kommen zusätzliche kosten auf dich zu. So mussten wir in Spanien zum Beispiel für jede Reservierung 10 € zahlen. Und in Frankreich war dies auch in etwa um diesen Betrag.

Ohne die Landessprache zu sprechen, kann die Sitzplatzreservierung für Interrail schwierig werden

Zu den Kosten kommt eine Schwierigkeit beim Reservieren, die ich mir niemals gedacht hätte. Da die Reservierung normalerweise im Ticket beinhaltet ist, kann man sie meistens nicht online buchen. Was eigentlich ja ideal wäre, du steigst ein auf die Seite, stellst die Sprache auf Englisch (oder sogar auf Deutsch) und schon verstehst du was so von dir gewünscht wird.

Leider ging das weder in Spanien, noch in Frankreich und in Italien gaben wir schon fast auf als wir die Einstellung endlich gefunden haben. Das heißt, man muss zum Bahnhof und an den Schalter. Und dreimal darfst du raten, was sie dort sprechen… Genau NUR die Landessprache.

Was das ganze noch schwieriger macht, viele haben noch nie ein Interrail Ticket gesehen, geschweige den davon gehört und wissen, was es ist. Versuch nun einmal in einer Sprache, die du nicht sprichst zu erklären, was du willst. Ich sag nur frustrierend…

Du musst Interrail immer wieder erklären.

Und das ist auch schon der nächste Punkt. Du musst immer wieder erklären was Interrail eigentlich ist. Nicht nur am Schalter, auch viele Kontrolleure im Zug kennen sich absolut nicht aus mit dem Ticket, das du ihnen vorweist. 

Und dann stehst du schon wieder da und versuchst in einer Fremdsprache und mit Händen und Füßen zu erklären, was du hier eigentlich machst. Und das immer, und immer wieder.

Würde ich dir empfehlen trotzdem auf Interrail zu gehen?

Auf jeden Fall. Es ist eine tolle Erfahrung und du kommst an so viele verschiedene Orte schnell und in kürzester Zeit. Nur solltest du dich darauf einstellen, dass es manchmal nicht ganz so einfach ist und vielleicht eine Übersetzer-App installieren, nur für den Fall. 


Folge mir für aktuelle Trips auf Instagram oder Pinterest

Hier findest du ähnliche Beiträge

Das allerneuste von meinem Instagram Profil


Schreibe einen Kommentar